Zyste Zahn:
Eine Zyste am Zahn kann unangenehme Schmerzen verursachen. Daher muss die Zyste schnellstmöglich behandelt und entfernt werden. Eine Zyste selbst ist ein sogenannter abgeschlossener Gewebehohlraum, der mit Flüssigkeit (Blut, Eiter oder Wasser) gefüllt hat. In der Zahnmedizin gibt zwei verschiedene Arten von Zysten. Die nichtdotogenen Zysten findet man vor allem im Mund- und Kieferbereich. Die Ursache hierfür liegt nicht bei den Zähnen. Des Weiteren gibt die ondotogenen Zysten. Sie befinden sich ebenfalls am Kiefer. Der Unterschied zur nichtdotogenen Zyste liegt darin, dass die Entstehung dieser auf einen Zahn zurückgeht bzw. vom Zahn her am Kiefer wächst. Für die Behandlungsform differenziert man die Zysten anhand ihrer Größe. Zysten die kleiner als zwei Zentimeter sind, werden generell bei einer einzigen Behandlung entfernt. Größere Zysten müssen hingegen komplett vom Knochen entfernt werden. Um den Ort und das Ausmaß der Zahnzyste festzustellen, muss der Bereich vorab geröntgt werden. Zunächst versucht der Zahnarzt die Zyste mit Hilfe eines Antibiotikas zu behandeln. Das soll dazu führen, dass die Entzündung zurückgeht bzw. die Zyste nicht weiter wächst. Erzielt diese Maßnahme nicht den gewünschten Effekt oder wächst die Zyste danach wieder, muss der Gewebeholraum operativ entfernt werden.
Es handelt sich hierbei meistens um eine ambulante Operation, die in der Regel ein bis zwei Stunden dauert. Der Zahnarzt nennt diese Vorgehensweise Zystektomie. Die Zahnzyste wird dabei herausgeschnitten. Ist die Wurzelspitze ebenfalls betroffen, so muss auch diese operativ entfernt werden. Um weitere Entzündungen bzw. Infektionen zu vermeiden, wird auch hier ein Antibiotika verabreicht. Nach der Operation ist eine intensive Nachbehandlung erforderlich. In den ersten Tagen nach der OP kann es zu Schwellungen rund um das OP-Gebiet kommen. Diese sollten auf jeden Fall gekühlt werden. Darüber hinaus gibt es spezielle Salben, die sich positiv auf die Schwellung auswirken. Dazu kommen noch Schmerzmittel. Nach ca. einer Woche werden z.B. die OP-Fäden gezogen. In der Folgezeit gibt es immer wieder Kontrolluntersuchungen, in denen der Zahnarzt den Fortschritt des Heilungsprozesses beurteilt.
Geschrieben von Michael Mitterer on Google+
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