Zahn wackelt:
Wenn ein Zahn wackelt, kann das mehrere Gründe haben. Bei Kindern ist meistens der Zahnwechsel von den Milchzähnen hin zur zweiten Dentination daran Schuld, dass die Zähne zunächst wackeln und danach ausfallen. Dies ist aber ein ganz natürlicher und vor allem auch gewollter Vorgang, der den Kindern nicht schadet. Bei Erwachsenen ist ein Zahn, der wackelt hingegen ein sehr ernst zu nehmender Hinweis darauf, dass eine Erkrankung am Zahn bzw. dem Zahnhalteapparat vorliegt. Diesen Defekt nennt man Parodontose oder Parodontitis. Der Unterschied zwischen beiden Erkrankungen liegt darin, dass letzterer eine Entzündung vorausgeht und der Parodontose nicht. Beiden Krankheiten führen aber dazu, dass sich der Zahnhalteapparat geschädigt wird. So zieht sich das Zahnfleisch, welches neben dem Zahnschmelz den inneren extrem empfindlichen Teil des Zahnes soweit zurück, dass der empfindliche Zahnhals freigelegt wird bzw. die Halterung des Zahns instabil wird. Die Folge dessen ist ein locker sitzender Zahn, den man hin- und herbewegen kann. Sobald auch das Zahnmark Pulpis freigelegt ist, kann die ganze Angelegenheit noch unangenehmer werden. Denn hier wird der Teil des Zahnes angegriffen, durch den die meisten Nervenbahnen laufen. In dessen Folge können Nerven absterben, so dass zwar die Scherzen aufhören, die Krankheit ihr Unwesen treibt und noch größeren Schaden anrichtet, ohne das der Betroffene zunächst etwas davon mitbekommt.
Wackelnde Zähne sind nicht nur gesundheitsschädlich, sondern mindern auch die Lebensqualität. So wird z.B. das Kauen erschwert. Hinzu kommt oftmals ein unangenehmer Mundgeruch, der nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch dessen Umfeld beeinträchtigt. Wer einen Wackelzahn bemerkt, ohne dass sich dieser durch einen Unfall gelockert hat, sollte dringend den Zahnarzt aufsuchen. Denn nicht nur der Zahn selbst sondern auch andere Körperteile und -funktionen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Es ist nämlich bekannt, dass einen direkten Zusammenhang zwischen den Entzündungen im Mundbereich und Krankheiten wie Herzinfarkt bzw. Schlaganfällen geben kann (nicht muss).
Geschrieben von Michael Mitterer on Google+
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